Heilpflanzen von A-Z: Alles mit Y


Yamswurzel
Yamswurzel
jiangdi/Shutterstock.com

Die Yamswurzel war in ihrem Ursprungsgebiet vor allem ein wichtiges Nahrungsmittel für die Ureinwohner. Sie wurde in Nordamerika erfolgreich gegen Koliken, Krämpfe bei Cholera und Menstruationsbeschwerden angewandt. In Amerika spielt die Pflanze vor allem eine Rolle in der Homöopathie und der Bekämpfung von Rheuma.

Wissenschaftlicher Name: Dioscorea villosa L.

Charakteristik

Die Pflanze ist im Süden der USA und Kanada heimisch, ist inzwischen aber in tropischen, halbtropischen und gemäßigten Zonen überall auf der Welt kultiviert. Sie wird im September und Oktober geerntet. Medizinisch verwendet wird der getrocknete Wurzelstock mit den Wurzeln.

Anwendungsbereiche

Voksmedizin: gegen Übelkeit während der Schwangerschaft
Bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
Bei Regelstörungen und Krämpfen

Dosierung

keine Angaben

Wirkung und Nebenwirkungen

Die Droge soll entzündungshemmend, krampflösend und leicht schweißtreibend sein. Für eine Bewertung der Wirksamkeit liegen unzureichende Informationen vor. Risiken der bestimmungsgemäßen Anwendung therapeutischer Dosen der Droge und Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Bei Überdosierung sind Vergiftungen denkbar.

Anwendung in Lebensmitteln

Yamswurzeln stellen in den Herkunftsgebieten der Pflanze eine für die Einheimischen wichtige Nahrungsquelle dar und können als Functional Food per se bezeichnet werden, da sie offenbar wohltuende Wirkung entfalten. Ihr Einsatz als diätetisches Produkt bei Magen-Darm-Problemen, Leberstörungen und Rheuma ist überlegenswert.

Autor: Thomas Brendler, Joerg Gruenwald, Christof Jaenicke

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